Wandertour am höchsten Berg Deutschlands

Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen

Mit dem Zug reisen wir an nach Garmisch-Partenkirchen. Es ist Sommer und wolkig mit leichten Schauern, aber der Wetterbericht hat uns Sonne für oben am Berg versprochen. Obwohl wir die Strecke wie viele andere Menschen zu Fuß bewältigen werden, ist die Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen erst seit 1820 bestiegen worden. Das heißt, vorher hatte noch kein Mensch Lust dazu, die Gipfel der Berge oder den höchsten Berg in Deutschland zu erklettern. Heute kann man sich auch ganz bequem mit der Zugspitzbahn nach oben bringen lassen. Um uns nach der anstrengenden Wandertour etwas zu erholen, haben wir uns entschlossen, in Garmisch ein Hotelzimmer zu buchen. Erst am nächsten Tag wieder mit der Bahn nach Hause zu fahren.

Der Aufstieg

Geplant ist zu Fuß aufzusteigen bis zur Besucherplattform und mit der Bahn zurück ins Tal zu fahren. Der Strecke ist ganz gemütlich und wir haben einen Tag dafür eingeplant. Der einzige Wermutstropfen bei dieser Tour auf Deutschlands höchsten Berg ist der große Tourismusstrom, der aber bei diesem Wetter nicht ganz so intensiv ist. Dabei haben wir unsere Bergwanderausrüstung mit Bergwanderstiefeln, dicker Regenjacke, Pullover, Proviant, dem Fotoapparat.

Vorbei an der Skistadion von Garmisch-Partenkirchen

Unsere erste Sehenswürdigkeit auf dem Fußweg nach oben ist das Skistadion von Garmisch-Partenkirchen. In der Realität sind Wintersportanlagen viel größer als im Fernsehen. Direkt hinter dem Stadion wartet die nächste Attraktion auf uns: Die Partnachklamm. Über viele Jahrtausende hat sich der Fluss tief in den Berg gegraben. Wir folgen dem schmalen Fußweg am Ufer der Partnach. Nach allen Seiten ragen die Felswände in den Himmel und oben ist nur das wolkengrau zu sehen. Im Winter bilden sich hier gigantische Eisformationen in der Klamm.

Für Verpflegung während der Wanderung ist gesorgt

Unsere erste Mahlzeit nehmen wir bei der Bockhütte zu uns auf 1052 Metern. Wir haben schon einige Meter unter uns gelassen. Wenn es auch dunstig ist, haben wir ein wenig Aussicht beim Blick ins Tal. Das Wandern durch den Dunst wird belohnt. Bei der Reintalangerhütte auf 1369 Metern wo wir uns ein Getränk gönnten unter blauen Himmel. Während des gemütlichen Beisammensein überlegten wir uns bereits einen weiteren Ausflug. Es sollte ein Kurzurlaub in die Region des Thüringer Waldes werden.

Die Wolkendecke wurde überwunden

Wir sind über der Wolkendecke und laufen weiter im strahlenden Sonnenlicht. Das Tal unter uns ist hinter dicker weißer Watte verborgen. Neben den Wanderern umgibt uns eine reiche Natur. Die Botanik glänzt mit Edelweiss und Alpenrosen. Da wohl alle Pflanzen unter Naturschutz stehen, pflücken wir keine Blumen oder Kräuter, es werden nur alle Arten einmal fotografiert. Zwar werden uns in den Reiseführern aus der Fauna noch Murmeltiere oder Gämsen versprochen, aber bis auf ein paar Eichhörnchen lassen sich heute keine Tiere blicken.

Der letzte Anstieg nach ganz oben

Der Weg wird langsam steiler, der Ausblick auf die grünen Wiesen und die Gipfel in der Nähe wird immer besser, bis wir bei der Knorrhütte ankommen. Inzwischen haben wir ungefähr 2000 Höhenmeter erreicht. Fast alle Berge in Deutschland erreichen diese Höhe nicht. Der Wind frischt auf, vielleicht täuscht das auch, weil in der Höhe uns keine anderen Berge mehr schützen. Dafür vertreibt der Wind immer mehr die Wolken und die Sicht nach unten wird besser, bald können wir das Tal sehen.

Von der Knorrhütte ist es nicht mehr weit, auch wenn es noch drei Stunden waren, bis zur Aussichtsplattform auf der Zugspitze. Die Höllentalspitzen ragen neben uns in die Höhe und sind immer wieder zu bewundern. Denn die Form der Berge ändert sich laufend, weil die Berge so groß sind, wenn man an ihnen vorbei wandert. Nach einem letzten Blick über die Gipfel lassen wir uns sanft mit der Bergbahn wieder ins Tal tragen.

Fazit:

Der Aufstieg ist an einem Tag stressfrei zu bewältigen. Wer nicht in unmittelbarer Nähe zuhause ist, sollte in Garmisch übernachten, da es sonst doch ein sehr langer und anstrengender Tag ist.

 

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