Nationalpark in Nord-Thailand

Wer an Thailand denkt, dem kommen zuerst Gedanken an betrunkene Europäer in Pitahaya hoch und anschließend denkt man an ausgebeutete und zubetoniert Inseln wie Phuket, welche massiv unter der Touristisierung leiden. Wenn man noch kein komplett negatives Bild des Landes hat, dann schießen einem vielleicht Bilder von den überfüllten goldenen Tempeln Chiang Mias oder vom Königspalasts aus Bangkok in die Gedanken. Kaum jemand denkt aber an die beeindruckenden Nationalparks im Süden oder im Norden des Landes, wo es noch fast unberührte Natur, wilde Mango und Litschi Bäume und Touristen freie Wanderpfade gibt, die gleichzeitig auch von Geschäfts-begeisterten Einheimischen verschont geblieben sind.

Bei dem beschriebenen Nationalpark handelt es sich um eine Gebirgskette im Norden des Landes, welche vom sogenannten Chiang-Dao-Nationalpark eingeschlossen ist.

Am Fuß der Gebirgskette gibt es Höhle, die wie fast jede andere Höhle auch, zu einem Tempel umfunktioniert wurde. Um die Höhle herum, welche direkt am östlichen Rand des Nationalparks liegt, hat sich ein kleines Dorf gebildet, wo man sein Lager für die nach aufschlagen kann. Da die dort vorhandene Höhle nicht nur einen großen Hohlraum hat, sondern aus vielen kleinen Gängen besteht, welche sich in einem dreidimensionalen Geflecht durch das massive Gestein schlängeln, ist das erkunden (zusammen mit einem Guide, der mit einer Gaslaterne ausgestattet ist) ein spannendes Erlebnis. Vom Fuß der Gebirgskette aus kann man in verschiedene Richtungen aus starten. Es ist wichtig, genügend Wasser von Beginn an mitzunehmen, da es keine Ströme oder Quellen während der Strecke gibt. Je nachdem für welche Streckenlänge man sich entscheidet, sollte man auch einen nötigen Essensvorrat mitnehmen. Auf vielen Strecken kommt man mit der Zeit aber an wilden Mangobäumen vorbei von denen man die heruntergefallenen Früchte naschen und sich erfrischen kann. Hier kann man aber keine große saftige Mango wie aus dem Supermarkt erwarten. Wilde Mangos haben nur eine ca. 5mm dicke Fruchtfleischschicht, die von Fäden durchzogen ist. „Aussaugen“ ist eher angeboten.

Bezüglich der Natur kann man einen leicht bewachsenen, abhängig von der Jahreszeit, trockenen Regenwald erwarten der durch die sehr steilen Klippen von schmalen aber hohen Bäumen geprägt ist. Wenn man sich dem finalen Tempel nähert mäßigen sich die steilen Klippen und es baut sich ein wild sprießender Regenwald mit reicher Vielfalt an Pflanzen vor einem auf. Die goldenen Dächer der Tempelanlage gucken durch die Baumkronen hervor und hier können dann auch die hohen Gipfel der Kalksteinberge die sich im Hintergrund ausbreiten, gut abfotografiert werden.

Die hier beschriebene Strecke bezieht sich auf die Pfade, die für eine Tageswanderung ausgelegt sind. Wenn man an einer Mehrtageswanderung Interesse hat, um die massiveren Gipfel der Bergkette zu erklimmen, sollte man sich zur Wat Tham Pha Khong Gedenkstätte begeben, welche am nördlichen Rand des Dorfs liegt. Von hier aus gibt es viele wichtige Informationen über den Nationalpark und die Vorsichtsmaßnahmen, an die man sich innerhalb des Parks halten sollte. Außerdem ist dies der Ort vom dem die geführten Touren aus starten. Anders als in z.B. in den Alpen ist es durch die bewachsene Strecke und die wildlebenden Tiere nicht empfohlen, die Mehrtagesstrecken auf eigene Faust zu absolvieren.

Abschließend ist zu sagen, dass sich eine Wanderung im Chiang Dao National Park lohnt, egal ob man nur einen Tag oder eine Woche zur Verfügung hat. Die einstündige Busfahrt von der nahegelegenen Stadt Chiang Mai aus ist schon eine Augenweite für sich und die nähe die man zu dem unberührten Dschungel, während des Wanderns hat, ist ein einmaliges Erlebnis. Nichtsdestotrotz sollte sich vor der Anreise über die Öffnungszeiten des Touristenbüros informiert werden. Wenn man sich für eine ein Tagestour entscheidet, sollte man vorher alle nötigen Maßnahmen treffen, um während der Wanderung genügend Proviant zu haben.

Zum Autor:
Mein Name ist Bendix Holtgraefe und ich bin ein 21-Jähriger Student aus Hamburg, der zurzeit in Dänemark Immatrikuliert ist. Seitdem ich die Freiheit dazu habe, reise ich so viel es geht und versuche auf dem Weg alle Berge, Tempel, Höhlen und Wasserfälle zu besuchen.

Lieblings Reiseziele: Der Norden von Skandinavien – Der Süden Kanadas , so wohl wie Thailand und Laos.

Country Manager bei Trendhim

Autor bei Der Begeisterte

 

 

 

 

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